"Smashy" – der KI-Chatbot auf tennis.de

KI-gestützter self-service für die Tennis-Community

Auf einen Blick:
Projektkennzahlen

Kunde:Deutscher Tennis Bund e.V. (DTB)
Zeitraum:August 2025 - 1. Februar 2026
Budget:Vierstellig
Team:2 Personen
Branche:Sportverbände, digitale Plattformen
Anwendungsgebiet:Self-Service und Wissensmanagement im Sport
Technologien
Python ist eine interpretierte Hochsprache für allgemeine Zwecke. Bekannt für einfache Syntax, fördert lesbaren Code und reduziert Wartungskosten.FastAPI ist ein Tool, um APIs zu erstellen. APIs erlauben den Datenaustausch zwischen Softwarekomponenten.Vue ist eine JavaScript-Bibliothek für komplexe, dynamische Web-Anwendungen. Vue.js ist eine neuere Technologie mit aktiver Weiterentwicklung.Ein Open-Source-Werkzeug, das die Anwendungsbereitstellung durch Container-Virtualisierung vereinfacht.RAG (Retrieval-Augmented Generation) ist eine KI-Technik, die große Sprachmodelle mit externen Wissensquellen verbindet, um präzisere und faktenbasierte Antworten zu generieren.LLM (Large Language Models) sind fortschrittliche KI-Modelle, die menschenähnliche Texte verstehen und generieren können. Sie bilden die Grundlage für moderne Chatbots und KI-Assistenten.Whisper ist ein robustes Spracherkennungssystem von OpenAI, das Audio in verschiedenen Sprachen und Qualitätsstufen präzise in Text umwandelt.

Aufschlag für den digitalen Self-Service im Tennis

Tennis ist ein Sport der schnellen Ballwechsel – und genau das erwarten viele Nutzende heute auch von digitalen Angeboten: schnelle Antworten zu ihren Anliegen. Mit „Smashy“, dem KI-gestützten Chatbot auf tennis.de, wurde ein neuer Servicekanal geschaffen, der Informationen dialogbasiert zugänglich macht und die Tennis-Community rund um die Uhr digital unterstützt.

Dies ist nicht unser erster Beitrag zu einem Chatbot-Projekt. Stattdessen handelt es sich hierbei um ein Folgeprojekt. Smashy beruht auf dem digitalen Assistenten, den wir im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für den Landessportbund NRW auf dessen Vereinsportal vibss.de entwickelt haben. Wie in der Referenz zum DOSB am Ende erwähnt, war die Vision ein Roll-Out auch bei anderen Sportvereinen und -verbänden – und der DTB hat mit tennis.de zuerst den Court betreten.

Anders als VIBSS richtet sich tennis.de an die breite Öffentlichkeit, also Spieler aller Leistungsklassen, Trainer, Vereinsverantwortliche, Eltern, Fans und Interessierte. Entsprechend vielfältig sind die Fragen – von Leistungsklassen und Ranglisten über Lizenzen und Abonnements bis hin zu Trainingsangeboten, Turnierlogik oder grundlegenden Tennisregeln. Mit bis zu 300.000 monatlichen Usern und 250 Millionen Website-Abrufen im Jahr ist die Plattform die zentrale digitale Anlaufstelle für Tennis Deutschland. Die klassischen Servicekanäle stoßen bei den sich aus den hohen Nutzerzahlen ergebenden jährlich 20.000 Serviceanfragen schnell an Grenzen. Der Bedarf nach skalierbarem, digitalem Self-Service war entsprechend groß.

Vor diesem Hintergrund wurde Smashy als digitaler Assistent konzipiert, der ständig verfügbar ist und Nutzenden einen niedrigschwelligen Zugang zu den Inhalten von tennis.de ermöglicht. Statt sich durch die Seitenstrukturen zu klicken, können Fragen zu einfachen und komplexen Themengebieten direkt im Chat gestellt werden. Die Antworten fasst der Assistent verständlich zusammen und verweist auf die zugrunde liegenden Quellen auf tennis.de. So bleibt die Informationshoheit bei den Inhalten der Plattform, während der Zugang dazu deutlich vereinfacht wird.

So funktioniert der KI-Ansatz

Technologisch basiert Smashy auf einem RAG-System (Retrieval-Augmented Generation). Vereinfacht gesagt arbeitet der Chatbot wie ein sehr schneller digitaler Bibliothekar. Bei einer Frage durchsucht er systematisch die vorhandenen Inhalte wie Webseiten, FAQs und PDFs und sonstige Dokumente. Dabei identifiziert Smashy relevante Textstellen und formuliert daraus eine Antwort. Gleichzeitig zeigt er, auf welche Quellen er sich stützt.

Wichtig ist dabei das Prinzip: Der Chatbot „weiß“ nicht automatisch alles über Tennis. Er greift nicht auf geheimes Expertenwissen zurück, sondern auf die Inhalte, die ihm bereitgestellt werden. Für fachspezifische Fragen ist er also auf die Qualität und Aktualität der vorhandenen Dokumente angewiesen. Dieses Konzept sorgt für Transparenz und reduziert das Risiko frei erfundener Antworten. Nutzende können die genannten Quellen selbst prüfen und bei Bedarf tiefer einsteigen.

Von der Einzellösung zur Plattformstrategie

Eine Besonderheit des Projekts liegt in der strategischen Ausrichtung über die Hauptseite hinaus. tennis.de ist nicht nur ein einzelnes Portal, sondern Teil eines wachsenden digitalen Ökosystems im deutschen Tennis. Unter derselben Domain sind auch Bereiche für den Dachverband sowie für Landesverbände angebunden. Genau hier setzt die Multi-Mandanten-Fähigkeit des Chatbot-Systems an.

Die Vision ist, dass alle Landesverbände unter tennis.de integriert werden und jeweils eigene Chatbot-Instanzen mit eigener Wissensbasis nutzen können. Ein Verband kann damit seine spezifischen Inhalte einbinden, ohne dass diese mit anderen Verbänden vermischt werden. Gleichzeitig lassen sich zentrale Inhalte von tennis.de bei Bedarf gemeinsam nutzen. So entsteht ein skalierbares System, das sowohl zentrale Informationen als auch regionale Besonderheiten abbilden kann.

Für Nutzende bedeutet das perspektivisch, dass sie dort ihre Frage stellen. wo sie sich gerade befinden, zum Beispiel auf der Hauptseite oder auf einer Verbandsunterseite, und erhalten kontextrelevante Antworten. Für die Organisationen bedeutet es eine einheitliche technische Grundlage, die zentral betrieben und weiterentwickelt werden kann.

Herausforderungen im Projekt

Ein Projekt dieser Größenordnung vereint technologische, organisatorische und kommunikative Herausforderungen:

Umfangreiche Datenbasis

Die größte Herausforderung lag weniger in der reinen Chatbot-Technologie als in der Struktur und Menge der Inhalte. Hunderte Unterseiten, umfangreiche FAQ-Bereiche und zahlreiche Dokumente müssen so aufbereitet werden, dass sie maschinell sinnvoll durchsuchbar sind. Unterschiedliche Schreibstile, gewachsene Seitenstrukturen und teilweise komplexe Regelwerke – etwa bei Ranglisten oder Lizenzen – erfordern eine saubere inhaltliche Vorbereitung.

Klare Kommunikation

Hinzu kommt das Erwartungsmanagement: Ein Chatbot ist stark in der Beantwortung von Informationsfragen, ersetzt aber nicht automatisch funktionale Suchen oder Buchungssysteme. Klare Hinweise und transparente Kommunikation gegenüber den Nutzenden sind daher ein wichtiger Teil des Konzepts.

Skalierbarkeit

Auch die Skalierbarkeit spielte eine zentrale Rolle. Bei stark frequentierten Plattformen muss die Infrastruktur Lastspitzen abfangen können, ohne dass die Antwortzeiten leiden. Das Deployment wurde daher so angelegt, dass eine flexible Skalierung möglich ist.

Das Ergebnis: Rallye gegen Service-Backlogs

Mit dem Live-Gang von Smashy im Februar 2026 wurde ein neuer Zugangskanal zu den Inhalten von tennis.de geschaffen. Wiederkehrende Fragen können direkt im Chat geklärt werden, unabhängig von Öffnungszeiten oder Servicezeiten. Das entlastet klassische Support-Kanäle und hilft Nutzenden, schneller ans Ziel zu kommen.

Gleichzeitig dient das System als Lernplattform: Aus anonymisiertem Nutzungsverhalten lässt sich erkennen, welche Themen besonders häufig nachgefragt werden. Diese Erkenntnisse können wiederum in die Weiterentwicklung der Website und der Informationsangebote einfließen. Der Chatbot wird so nicht nur zum Service-Tool, sondern auch zum Sensor für Nutzerbedürfnisse.

Der barrierearme, mehrsprachige KI-Chatbot antwortet jederzeit, schnell und verlässlich auf diverse Fragen rund um das Thema Tennis und Sport, erkennt allerdings auch inhaltlich unpassende Fragen. Um Nutzende weiter zu unterstützen, formuliert der digitale Assistent passende Anschlussfragen.

Smashy-Button unten links auf tennis.de

Smashy-Chat unten links auf tennis.de

Smashy auf tennis.de ausprobieren

Die Zusammenarbeit mit Helm & Walter war jederzeit ausgesprochen unkompliziert und lösungsorientiert. Besonders beeindruckt hat mich die schnelle Reaktion auf individuelle Anforderungen sowie die verlässliche, transparente Abstimmung im gesamten Projektverlauf. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die bisherige Umsetzung und freuen uns auf die nächsten Schritte zur Anbindung unserer Landesverbände an den Chatbot.

Daniel Jacob, Leitung Digitalisierung & Innovation

Team und Umsetzung

Bernd Helm

Bernd Helm ist unser Hauptansprechpartner für Chatbots. In diesem Projekt war er verantwortlich für die technische Architektur der Lösung, die Anbindung an die Webdienste von tennis.de und dem Deutscher Tennis Bund sowie das Deployment von Smashy. Außerdem übernahm er die Umsetzung der RAG-Pipeline auf Basis der hauseigenen Technologie sowie das Skalierungskonzept für den Multi-Mandantenbetrieb.

Tobias Friedrich

Herr Friedrich war als Chatbot-Entwickler hauptsächlich für den Support Rund um den Chatbot, die technische Integration und die Weiterentwicklung der Datenanbindung zuständig. Außerdem verantwortete er die Stabilisierung der Wissenspipeline.

Der vergleichsweise geringe Deployment-Aufwand bei gleichzeitig hoher Wirkung zeigt, wie bestehende KI-Bausteine sinnvoll in neue Kontexte übertragen werden können, wenn Architektur und Zielbild klar definiert sind.

Ausblick: Spielplan für die Zukunft

Smashy ist als langfristiger Baustein der digitalen Strategie von tennis.de gedacht. Mit jedem weiteren angebundenen Verband wächst der Nutzen des Systems. Perspektivisch kann so ein deutschlandweites, dialogbasiertes Informationsnetz für den Tennissport entstehen, das zentrale und regionale Inhalte intelligent verbindet.

Das Projekt zeigt, wie KI im Sport dort eingesetzt werden kann, wo sie echten Mehrwert schafft – nicht als Selbstzweck, sondern als Service für Menschen. Oder um es in der Tennissprache auszudrücken: ein sauber platzierter Aufschlag, aus dem sich eine lange, erfolgreiche Rallye entwickeln kann.

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Mit saxony.ai bieten wir neben IT-Dienstleistungen auch eigene Produkte als KI-Lösungen an. Bereits die Einsatzzwecke unserer Chatbot-Lösungen reichen von Self-Service für Webseiten bis hin zur KI als Wissensmanager oder Kopilot bei der Datenanalyse. Doch KI ist mehr als nur Chatbots! Wir bieten digitale Zwillinge, Predictive Maintenance und weitere smarte Lösungen. Kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie Fragen haben.

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